Wann braucht man einen Kran auf der Baustelle?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Ein Baukran wird auf Baustellen eingesetzt, um schwere Lasten (Baustoffe, Fertigteile, Schalung) zu heben und zu versetzen.
Einfache Erklärung
Auf Einfamilienhausbaustellen wird meist ein Schnellmontagekran (Mobilkran) oder ein kleiner Obendreherkran eingesetzt. Für den Kranbetrieb gelten strenge Sicherheitsvorschriften. Die Kranstandfläche muss tragfähig sein und die Ausladung muss die gesamte Baustelle erreichen.
Was viele vergessen: Die rechtliche Absicherung des Baubetriebs
Ein Bauantrag regelt das Gebäude – aber eine Gefährdungsbeurteilung (GBU) regelt Ihre persönliche Haftung als Arbeitgeber oder Bauherr gegenüber jedem Menschen auf der Baustelle.
Arbeitsschutz wird oft erst bedacht, wenn es zu spät ist: nach einem Unfall oder wenn die Berufsgenossenschaft unangemeldet vor der Tür steht. Doch ab dem ersten Mitarbeiter oder Helfer sind Sie gesetzlich zur GBU verpflichtet – und das nicht nur "irgendwann", sondern vor Beginn der Arbeiten ( § 5 ArbSchG).
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Beispiel aus der Praxis
Für den Rohbau eines EFH wird ein Schnellmontagekran für 6 Wochen aufgestellt. Er hebt Mauersteine, Betonkübel und Deckenelemente. Kosten: ca. 3.000 Euro für Auf-/Abbau + 400 Euro/Woche Miete.
Typische Fehler
Den Kran-Standort nicht mit dem Nachbarn abstimmen. Wenn der Kran über das Nachbargrundstück schwenkt, braucht man eine Genehmigung.
Kosten
Schnellmontagekran EFH: 4.000–8.000 Euro (6–8 Wochen inkl. Auf-/Abbau).
Häufige Fragen
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