Rohbau & Innenausbau

Was ist eine Abdichtung im Bad?

Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am

Definition

Die Abdichtung im Bad ist eine wasserundurchlässige Schicht unter den Fliesen, die das Bauwerk vor Feuchtigkeitsschäden schützt.

Einfache Erklärung

In Nassräumen (Dusche, Badewanne, Waschtisch) muss unter den Fliesen eine normgerechte Abdichtung hergestellt werden. Die DIN 18534 unterscheidet verschiedene Wassereinwirkungsklassen (W0-I bis W3-I). Im privaten Bad ist in der Dusche die Klasse W2-I üblich, im restlichen Bad W1-I. Die Abdichtung wird als Flüssigabdichtung (Verbundabdichtung) oder als Dichtbahn aufgebracht. Durchdringungen, Ecken und Anschlüsse erhalten spezielle Dichtmanschetten und Dichtbänder.

Beispiel aus der Praxis

Im Bad des Neubaus wird zuerst eine Grundierung aufgerollt, dann die Flüssigabdichtung in zwei Schichten aufgetragen. An allen Ecken werden Dichtbänder eingelegt, um die Rohrdurchführung kommt eine Dichtmanschette. Erst nach vollständiger Trocknung beginnt der Fliesenleger mit der Verlegung.

Typische Fehler

Abdichtung im Duschbereich weglassen oder nicht normgerecht ausführen. Nur eine Schicht statt zwei Schichten auftragen. Dichtbänder an Ecken und Anschlüssen vergessen. Zu kurze Trocknungszeit.

Kosten

Verbundabdichtung im Bad: 15-35 Euro/m² (Material und Verarbeitung). Für ein Standardbad ca. 300-600 Euro.

Häufige Fragen

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