Was ist Restfeuchte im Estrich?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Restfeuchte ist der im Estrich verbliebene Wasseranteil nach der Trocknung. Sie muss vor der Verlegung eines Bodenbelags bestimmte Grenzwerte unterschreiten.
Einfache Erklärung
Jeder Nassestrich enthält nach dem Einbau überschüssiges Wasser, das über Wochen verdunstet. Die Restfeuchte wird mit der CM-Messung (Calciumcarbid-Methode) bestimmt. Grenzwerte: Zementestrich max. 2,0 % CM (mit Fußbodenheizung 1,8 %), Anhydritestrich max. 0,5 % CM (mit Fußbodenheizung 0,3 %). Wird der Belag zu früh verlegt, drohen Schimmel, Blasenbildung und Belagsschäden.
Beispiel aus der Praxis
Der Bodenleger misst vor der Parkettverlegung die CM-Feuchte: Er entnimmt an drei Stellen Proben aus dem Estrich und prüft sie mit dem CM-Gerät. Ergebnis: 0,4 % CM bei Anhydritestrich mit Heizung – zu hoch. Weitere 5 Tage Trocknung und Nachmessung ergeben 0,2 % – der Estrich ist belegreif.
Typische Fehler
Auf visuelle Beurteilung statt CM-Messung vertrauen. Nur an einer Stelle messen. Elektronische Feuchtemesser als alleiniges Messinstrument verwenden (nur als Vorab-Check geeignet). Messung bei laufender Heizung vergessen.
Häufige Fragen
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