Was ist Betondeckung?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Die Betondeckung ist der Abstand zwischen der Bewehrung und der Betonoberfläche. Sie schützt den Betonstahl vor Korrosion und Feuer und ist entscheidend für die Dauerhaftigkeit des Bauwerks.
Einfache Erklärung
Wenn Bewehrungsstahl zu nah an der Betonoberfläche liegt, kann Feuchtigkeit eindringen und den Stahl zum Rosten bringen. Rost hat ein größeres Volumen als Stahl – der Beton platzt ab und die Tragfähigkeit nimmt ab. Die Mindestbetondeckung wird in der DIN 1045 geregelt und hängt von der Expositionsklasse ab: Innenbauteile ca. 2 cm, erdberührte Bauteile 3,5–5 cm, witterungsexponierte Bauteile 3–4 cm.
Beispiel aus der Praxis
Bei der Bewehrung einer Kellerdecke stellt der Polier Abstandhalter (sogenannte Distanzbolzen) auf die untere Schalung, um sicherzustellen, dass die untere Bewehrungslage genau 2,5 cm von der Schalungsoberfläche entfernt liegt. Vor dem Betonieren prüft der Statiker die korrekte Lage.
Typische Fehler
Häufige Fehler: Zu wenige Abstandhalter, Bewehrung liegt auf der Schalung. Abstandhalter sinken in weichen Untergrund ein. Betondeckung wird beim Begehen der Bewehrung zerstört.
Häufige Fragen
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