Rohbau & Innenausbau

Was ist Bewehrung?

Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am

Definition

Bewehrung (Armierung) ist die Verstärkung von Betonbauteilen durch eingelegte Stahlstäbe oder Stahlmatten. Der Stahl übernimmt die Zugkräfte, die Beton allein nicht aufnehmen kann.

Einfache Erklärung

Beton ist sehr druckfest, aber zugempfindlich. Bewehrungsstahl (Betonstahl BSt 500) wird in die Zugzonen von Bauteilen eingelegt, um Risse zu verhindern und Tragfähigkeit herzustellen. Typische bewehrte Bauteile im Hausbau: Bodenplatten, Decken, Stürze, Ringanker und Treppen. Die Bewehrung wird als Stabstahl, Matten (Q-Matten) oder Bewehrungskörbe eingebaut. Wichtig ist die korrekte Betondeckung – der Mindestabstand zwischen Stahl und Betonoberfläche.

Beispiel aus der Praxis

Für die Bodenplatte eines Einfamilienhauses werden zweilagig Q-Matten (Q335) eingebaut. Oben und unten je eine Mattenlage mit Abstandhaltern, die 3,5 cm Betondeckung sicherstellen. An den Rändern und bei Durchbrüchen wird Stabstahl als Zusatzbewehrung eingelegt. Die Bewehrung wird vor dem Betonieren vom Statiker abgenommen.

Typische Fehler

Häufige Fehler: Zu geringe Betondeckung – Stahl korrodiert. Abstandhalter fehlen oder sind zu wenige. Bewehrung wird beim Betonieren verschoben. Matten überlappen nicht ausreichend (mindestens 20 cm).

Kosten

Bewehrungsstahl: 1,0–1,5 €/kg. Für eine Bodenplatte: 15–25 €/m² nur für die Bewehrung. Gesamtkosten Bewehrung Einfamilienhaus: 3.000–8.000 €.

Häufige Fragen

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