Was ist ein Dachstuhl?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Der Dachstuhl ist die tragende Holzkonstruktion eines Dachs. Er besteht aus Sparren, Pfetten, Kehlbalken und weiteren Bauteilen und trägt die Dachhaut (Eindeckung, Lattung, Dämmung).
Einfache Erklärung
Die häufigsten Dachstuhlkonstruktionen im Einfamilienhaus sind: Pfettendach (Sparren auf Pfetten, flexibel, große Spannweiten möglich), Sparrendach (gegenüberliegende Sparren bilden Dreiecke, keine Mittelstützen, begrenzte Spannweite) und Kehlbalkendach (Kombination: Sparren mit Kehlbalken für größere Spannweiten). Der Dachstuhl wird vom Zimmerer errichtet – das Richtfest markiert traditionell die Fertigstellung.
Beispiel aus der Praxis
Für ein Einfamilienhaus mit 10 m Gebäudebreite wird ein Pfettendach geplant: 16 Sparrenpaare (10×22 cm) im Abstand von 72 cm, Firstpfette 20×20 cm, zwei Mittelpfetten 18×20 cm, Mauerlatte 12×12 cm. Der Zimmerer stellt den Dachstuhl in 3 Tagen auf – am Abend des dritten Tages wird das Richtfest gefeiert.
Typische Fehler
Häufige Fehler: Holz nicht ausreichend trocken (Kammertrocknung unter 18 % empfohlen). Verbindungen nicht fachgerecht (fehlende Balkenschuhe, falsche Schrauben). Dachstuhl nicht ausreichend gegen Wind ausgesteift. Brandschutzanforderungen in Baulücke nicht beachtet.
Kosten
Dachstuhl komplett (Material + Zimmererarbeit): 60–100 €/m² Dachfläche. Für 150 m² Dachfläche: 9.000–15.000 €. Inkl. Lattung und Unterspannbahn: 80–120 €/m².
Häufige Fragen
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