Was ist die Traufe?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Die Traufe ist die untere Kante eines geneigten Dachs, an der das Regenwasser abfließt. Die Traufhöhe ist ein wichtiges Maß im Bebauungsplan und bestimmt die maximale Gebäudehöhe an der Dachunterkante.
Einfache Erklärung
An der Traufe endet die Dachfläche und das Regenwasser wird in die Dachrinne geleitet. Die Traufhöhe wird vom Gelände bis zur Schnittkante zwischen Außenwand und Dachfläche gemessen. Im Bebauungsplan ist die maximal zulässige Traufhöhe oft festgelegt und bestimmt, wie hoch gebaut werden darf. Konstruktiv wird an der Traufe der Dachüberstand ausgebildet – er schützt die Fassade vor Regen.
Beispiel aus der Praxis
Der Bebauungsplan erlaubt eine maximale Traufhöhe von 6,50 m. Bei einem zweigeschossigen Haus mit 2,75 m Geschosshöhe und 30 cm Decke ergibt sich: 0,30 m (Bodenplatte über Gelände) + 2,75 m (EG) + 0,30 m (Decke) + 2,75 m (OG) + 0,30 m (Decke/Aufmauerung) = 6,40 m Traufhöhe – passt knapp.
Typische Fehler
Häufige Fehler: Traufhöhe im Bebauungsplan übersehen – Gebäude zu hoch geplant. Traufhöhe falsch gemessen (falscher Bezugspunkt). Dachrinne ragt über die zulässige Höhe hinaus.
Häufige Fragen
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