Was ist ein Druckminderer?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Ein Druckminderer reduziert den Wasserdruck aus dem öffentlichen Netz auf einen für die Hausinstallation sicheren und komfortablen Wert (meist 3–4 bar).
Einfache Erklärung
Der Druck im öffentlichen Wassernetz kann 4–8 bar betragen und schwanken. Zu hoher Druck belastet Armaturen, Schläuche (Waschmaschine, Spülmaschine) und kann zu Wasserschlägen und Leckagen führen. Der Druckminderer wird direkt hinter der Wasserzähleranlage montiert und reduziert den Druck auf konstante 3–4 bar. Er schützt die gesamte Trinkwasserinstallation und verlängert die Lebensdauer der Armaturen.
Beispiel aus der Praxis
Der Klempner stellt fest, dass der Netzdruck am Hausanschluss 6,5 bar beträgt. Er installiert einen Druckminderer und stellt ihn auf 3,5 bar ein. Seitdem tropfen die Armaturen nicht mehr, und die Geräusche in den Leitungen sind verschwunden.
Typische Fehler
Häufige Fehler: Kein Druckminderer installiert bei hohem Netzdruck – Armaturen und Schläuche verschleißen schneller. Druckminderer nicht gewartet – Membran verschleißt und der Druck steigt wieder. Zu niedrig eingestellt – im OG kommt zu wenig Wasser.
Kosten
Ein Druckminderer kostet 30–150 € für das Gerät. Hochwertige Modelle mit Manometer: 80–200 €. Einbau: 50–150 €. Wartung alle 5 Jahre: 30–50 €.
Häufige Fragen
Bau-Lex Wochenbrief
Wissen, was beim Bauen zählt
Ausgewählte Einordnungen, Ratgeber und Werkzeuge einmal pro Woche im Bau-Lex Wochenbrief.
Anmeldung mit Bestätigungs-E-Mail. Jederzeit abmeldbar. Hinweise in der Datenschutzerklärung.