Was ist eine Enthärtungsanlage?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Eine Enthärtungsanlage reduziert den Kalkgehalt (Wasserhärte) des Trinkwassers durch Ionenaustausch, um Kalkablagerungen in Leitungen, Armaturen und Geräten zu vermeiden.
Einfache Erklärung
In vielen Regionen Deutschlands ist das Leitungswasser hart (über 14 °dH) und enthält viel Kalk. Eine Enthärtungsanlage tauscht Calcium- und Magnesium-Ionen gegen Natrium-Ionen aus. Das Ergebnis: weniger Kalkflecken, längere Lebensdauer von Warmwasserspeicher, Waschmaschine und Armaturen, weniger Waschmittelverbrauch. Die Anlage wird hinter dem Druckminderer im Technikraum installiert und benötigt regelmäßig Regeneriersalz (ca. 25 kg alle 4–8 Wochen).
Beispiel aus der Praxis
Das Leitungswasser in der Region der Familie Horn hat 22 °dH (sehr hart). Nach Installation einer Enthärtungsanlage beträgt die Restwasserhärte 8 °dH. Der Warmwasserspeicher verkalkt nicht mehr, die Armaturen bleiben fleckenfrei und der Waschmittelverbrauch sinkt um 30 %.
Typische Fehler
Häufige Fehler: Restwasserhärte auf 0 °dH eingestellt – zu weiches Wasser greift Kupferleitungen an (Mindesthärte 8 °dH). Regeneriersalz nicht rechtzeitig nachgefüllt – Anlage produziert wieder hartes Wasser. Hygienespülung nicht aktiviert – Keimbildung im Ionentauschergehäuse.
Kosten
Enthärtungsanlagen kosten 1.000–3.000 € inklusive Einbau. Jährliche Kosten für Regeneriersalz: 50–100 €. Wartung alle 1–2 Jahre: 100–200 €. Amortisation durch geringeren Waschmittelverbrauch und längere Gerätelebensdauer in 5–10 Jahren.
Häufige Fragen
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