Was ist Perimeterdämmung?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Perimeterdämmung ist die Wärmedämmung an erdberührten Bauteilen wie Kelleraußenwänden und unter der Bodenplatte. Sie besteht aus druckfestem, wasserunempfindlichem Dämmmaterial wie XPS oder Schaumglas.
Einfache Erklärung
Erdberührte Bauteile verlieren viel Wärme an das umgebende Erdreich. Perimeterdämmung reduziert diese Verluste und ist laut Gebäudeenergiegesetz (GEG) vorgeschrieben. Das Material muss druckfest (Erdlast), wasserbeständig und verrottungsfest sein. Standardmaterial ist XPS (extrudiertes Polystyrol) in Stärken von 8–16 cm. Die Dämmplatten werden mit Spezialkleber auf die Abdichtung geklebt – niemals mechanisch befestigt, um die Abdichtung nicht zu beschädigen.
Beispiel aus der Praxis
Bei einem Neubau mit Keller werden die Außenwände mit 12 cm XPS-Perimeterdämmung (WLG 035) versehen. Die Platten werden nach dem Austrocknen der Bitumenabdichtung vollflächig verklebt. Unter der Bodenplatte wird eine 10 cm starke XPS-Schicht verlegt. Gesamtkosten Perimeterdämmung: ca. 4.500 € für 120 m² Fläche.
Typische Fehler
Häufige Fehler: Normales EPS (Styropor) statt XPS verwendet – nimmt Feuchtigkeit auf. Platten mechanisch verdübelt statt geklebt (Abdichtung beschädigt). Zu dünne Dämmstärke, die GEG-Anforderungen nicht erfüllt. Fehlende Dämmung unter der Bodenplatte.
Kosten
XPS-Perimeterdämmung: 25–50 €/m² (Material + Verlegung) je nach Dicke. Schaumglas: 50–80 €/m². Für ein Einfamilienhaus: 3.000–6.000 € gesamt.
Häufige Fragen
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