Technik & Energie

Was ist eine Wärmebrücke?

Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Aktualisiert am

Definition

Eine Wärmebrücke (umgangssprachlich ‚Kältebrücke') ist ein Bereich in der Gebäudehülle, durch den überproportional viel Wärme verloren geht.

Einfache Erklärung

Wärmebrücken entstehen geometrisch, konstruktiv oder durch Materialwechsel, etwa an Fensteranschlüssen, auskragenden Bauteilen, Gebäudeecken, Sockeln oder Rollladenkästen. Dort kann mehr Wärme abfließen und die innere Oberflächentemperatur sinken. Ob Tauwasser oder Schimmelrisiko besteht, hängt zusätzlich von Innenklima, Feuchtebelastung und Detailausführung ab.

Beispiel aus der Praxis

Am Übergang von Außenwand und Fensterlaibung wird die Dämmebene ohne Unterbrechung bis an den Rahmen geführt. Die Detailplanung bewertet neben dem zusätzlichen Wärmeverlust auch die niedrigste innere Oberflächentemperatur; eine pauschale Betrachtung des Wand-U-Werts würde den Anschluss nicht abbilden.

Typische Fehler

Wärmebrücken in der Planung nicht berücksichtigen. Der Statiker plant einen durchgehenden Betonsturz über dem Fenster, ohne Dämmung – klassische Wärmebrücke.

Häufige Fragen

Quellen und redaktioneller Stand

Quellenstand redaktionell abgeglichen am .

Die Angaben dienen der fachlichen Orientierung und ersetzen keine individuelle Rechts-, Planungs- oder Statikberatung.

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