Was ist ein Außenwandaufbau?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Der Außenwandaufbau beschreibt den schichtweisen Aufbau der Gebäude-Außenwand von innen nach außen. Er bestimmt Wärmedämmung, Feuchteschutz, Schallschutz und Tragfähigkeit.
Einfache Erklärung
Ein typischer Außenwandaufbau im Massivbau besteht aus: Innenputz (1,5 cm) → tragendes Mauerwerk (17,5–36,5 cm) → Wärmedämmverbundsystem WDVS (12–20 cm) → Außenputz (1–1,5 cm). Alternativ: hinterlüftete Fassade statt WDVS. Im Holzrahmenbau: Gipskarton → Installationsebene → Dampfbremse → Holzständer mit Dämmung → Holzfaserplatte → hinterlüftete Fassade. Der U-Wert der Außenwand muss die GEG-Anforderungen erfüllen (max. 0,24 W/m²K bei Neubau).
Beispiel aus der Praxis
Ein Einfamilienhaus wird mit 17,5 cm Kalksandstein-Mauerwerk und 16 cm WDVS (EPS, WLG 035) geplant. Der Wandaufbau erreicht einen U-Wert von 0,19 W/m²K und erfüllt damit die GEG-Anforderungen. Alternative: 36,5 cm monolithisches Porenbetonmauerwerk ohne zusätzliche Dämmung.
Typische Fehler
Häufige Fehler: Wärmedämmung zu dünn – GEG-Anforderung nicht erfüllt. Dampfbremse fehlt im Holzrahmenbau. Wärmebrücken an Fenstern und Ecken nicht berücksichtigt. Falscher Putzaufbau auf dem WDVS.
Häufige Fragen
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