Was ist eine Aufsparrendämmung?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Die Aufsparrendämmung ist eine Wärmedämmung, die auf den Dachsparren verlegt wird. Sie umhüllt den Dachstuhl von außen und vermeidet Wärmebrücken an den Sparren.
Einfache Erklärung
Bei der Aufsparrendämmung werden Dämmplatten (PUR/PIR, Holzfaser oder Mineralwolle) direkt auf die Sparren gelegt. Darauf kommt die Konterlattung, Dachlattung und die Dacheindeckung. Der große Vorteil: keine Wärmebrücken an den Sparren, weil die Dämmung lückenlos über den gesamten Sparren verläuft. Der Nachteil: höherer Aufbauhöhe und Kosten. Im Neubau ist die Aufsparrendämmung die thermisch beste Lösung für Steildächer.
Beispiel aus der Praxis
Bei einem Neubau werden 18 cm PUR-Dämmplatten (WLG 024) auf die Sparren verlegt. Die Platten werden mit speziellen Sparrenschrauben durch die Konterlattung in die Sparren geschraubt. Der erreichte U-Wert: 0,13 W/m²K. Die sichtbaren Sparren im Dachgeschoss bleiben als Gestaltungselement erhalten.
Typische Fehler
Häufige Fehler: Dämmplatten nicht dicht gestoßen – Fugen als Wärmebrücken. Zu kurze Schrauben – Konterlattung hält nicht. Dampfbremse zwischen Sparren und Dämmung vergessen. Unterspannbahn fehlt unter der Konterlattung.
Kosten
Aufsparrendämmung: 80–150 €/m² (Material + Einbau). PUR/PIR: 100–150 €/m². Holzfaser: 80–120 €/m². Deutlich teurer als Zwischensparrendämmung (30–60 €/m²).
Häufige Fragen
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