Bauabnahme Checkliste

Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Aktualisiert am

Die Bauabnahme ist einer der wichtigsten Termine beim Hausbau. Mit dieser Checkliste prüfen Sie systematisch alle Gewerke.

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Vor der Abnahme

Außenbereich

Innenbereich

Technik

Schritt-für-Schritt Anleitung

1. Vorbereitung

Nehmen Sie Bauvertrag, Leistungsbeschreibung und alle Änderungsvereinbarungen mit. Laden Sie einen Sachverständigen ein. Planen Sie ausreichend Tageslicht und mindestens 3 Stunden ein.

2. Systematische Begehung

Gehen Sie Raum für Raum vor. Prüfen Sie Wände, Böden, Decken, Fenster, Türen und Technik. Nutzen Sie eine Taschenlampe für Streiflichttests an Wänden.

3. Mängel dokumentieren

Dokumentieren Sie jeden Mangel mit Foto, genauer Beschreibung und Raumbezeichnung. Nummerieren Sie die Mängel fortlaufend.

4. Abnahmeprotokoll erstellen

Listen Sie alle Mängel im Abnahmeprotokoll auf. Legen Sie eine Frist zur Mängelbeseitigung fest (üblich: 2–4 Wochen). Beide Parteien unterschreiben das Protokoll.

5. Vorbehalt erklären

Bei wesentlichen Mängeln können Sie die Abnahme verweigern. Bei kleineren Mängeln nehmen Sie unter Vorbehalt ab und dokumentieren alle Punkte im Protokoll.

Häufige Fragen

Muss ich die Abnahme durchführen?
Ja, die Bauabnahme ist eine vertragliche Pflicht. Mit der Abnahme beginnt die Gewährleistungsfrist (5 Jahre bei VOB, BGB), die Beweislast kehrt sich um, und die Schlusszahlung wird fällig.
Kann ich die Abnahme verweigern?
Ja, bei wesentlichen Mängeln (z. B. Heizung funktioniert nicht, undichtes Dach) können Sie die Abnahme verweigern. Bei kleineren Mängeln (Kratzer, kleine Risse) nehmen Sie unter Vorbehalt ab.
Was kostet ein Sachverständiger bei der Abnahme?
Ein Bausachverständiger berechnet für eine Bauabnahme-Begleitung ca. 800–1.500 €. Angesichts der rechtlichen Bedeutung der Abnahme ist dies eine lohnende Investition.