Baukosten

Was ist Eigenleistung beim Hausbau?

Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am

Definition

Eigenleistung (‚Muskelhypothek') bezeichnet Arbeiten, die der Bauherr beim Hausbau selbst ausführt, um Kosten zu sparen.

Einfache Erklärung

Durch Eigenleistung können Bauherren 5–15% der Baukosten sparen. Typische Eigenleistungen sind: Malerarbeiten, Bodenbeläge verlegen, Tapezieren, Außenanlagen gestalten, Trockenbauarbeiten und einfache Abbrucharbeiten. Nicht geeignet für Eigenleistung sind: Elektroinstallation (nur durch Fachbetrieb), Gasinstallation, tragende Konstruktionen und Dachabdichtung. Banken akzeptieren Eigenleistungen oft als Eigenkapitalersatz – in der Regel bis max. 15% der Bausumme.

Beispiel aus der Praxis

Familie Braun spart durch Eigenleistung 25.000 Euro bei ihrem 350.000-Euro-Hausbau: Malerarbeiten (4.000 €), Laminat verlegen (3.500 €), Trockenbau Dachgeschoss (6.000 €), Außenanlagen (8.000 €), Tapezieren (3.500 €). Der tatsächliche Zeitaufwand: 4 Monate Abende und Wochenenden.

Typische Fehler

Die Eigenleistung zu optimistisch planen. Oft wird der Zeitaufwand unterschätzt und die Qualität leidet. Auch fehlt häufig der Unfallversicherungsschutz (BG Bau-Versicherung notwendig).

Kosten

Einsparpotenzial: 15.000–40.000 Euro bei einem EFH. Aber: Werkzeug, Material und ggf. Nachbesserungen durch Profis kosten auch.

Häufige Fragen

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