Was ist ein Erdwärmekollektor?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Ein Erdwärmekollektor ist ein in 1,2–1,5 m Tiefe horizontal verlegtes Rohrsystem, das dem Erdreich Wärme für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe entzieht.
Einfache Erklärung
Die Sole (Wasser-Glykol-Gemisch) zirkuliert durch die Kunststoffrohre und nimmt dabei Erdwärme auf. Die benötigte Kollektorfläche beträgt etwa das 1,5- bis 2-fache der beheizten Wohnfläche. Bei 150 m² Wohnfläche braucht man also ca. 225–300 m² Gartenfläche. Der Boden über dem Kollektor darf nicht bebaut oder tief bepflanzt werden. Erdkollektoren sind günstiger als Erdsonden, benötigen aber mehr Grundstücksfläche.
Beispiel aus der Praxis
Auf dem 600-m²-Grundstück der Familie Berger wird ein Erdwärmekollektor auf 250 m² Fläche in 1,5 m Tiefe verlegt. Die 7-kW-Sole-Wasser-Wärmepumpe erzielt damit eine JAZ von 4,3. Der Bereich über dem Kollektor wird als Rasenfläche genutzt.
Typische Fehler
Häufige Fehler: Kollektor unter versiegelter Fläche (Terrasse, Stellplatz) – fehlende Sonneneinstrahlung und Niederschlag verhindern die Regeneration des Erdreichs. Zu enger Rohrabstand – Erdreich kühlt übermäßig aus. Bäume mit tiefen Wurzeln über dem Kollektor gepflanzt.
Kosten
Erdwärmekollektoren kosten inklusive Verlegung ca. 3.000–8.000 € für ein Einfamilienhaus. Material: ca. 5–10 €/m², Erdarbeiten: ca. 15–25 €/m².
Häufige Fragen
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