Technik & Energie

Was ist eine Sole-Wasser-Wärmepumpe?

Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am

Definition

Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe entzieht dem Erdreich über Erdsonden oder Erdkollektoren Wärme und überträgt sie auf das Heizwasser.

Einfache Erklärung

Da die Temperatur im Erdreich ab 10 m Tiefe ganzjährig bei ca. 10 °C liegt, arbeitet die Sole-Wasser-Wärmepumpe gleichmäßig effizient – unabhängig von der Außentemperatur. Die Jahresarbeitszahl liegt bei 4,0–5,0, deutlich höher als bei Luft-Wasser-Wärmepumpen. Die Wärmeaufnahme erfolgt über Erdsonden (Tiefenbohrung, 50–100 m) oder Erdwärmekollektoren (Flächenkollektoren, ca. 200–400 m² Gartenfläche). Nachteil: Höhere Investitionskosten durch die Erdarbeiten.

Beispiel aus der Praxis

Familie Lang lässt zwei Erdsonden à 75 m Tiefe bohren. Die Sole-Wasser-Wärmepumpe mit 8 kW erreicht eine konstante Jahresarbeitszahl von 4,5. Die höheren Investitionskosten (ca. 10.000 € für die Bohrungen) amortisieren sich durch niedrigere Stromkosten in 8–10 Jahren.

Typische Fehler

Häufige Fehler: Bohrung ohne Genehmigung des Bergamts durchgeführt. Erdreich geologisch nicht geeignet (Grundwasserschutzgebiet). Erdkollektoren unter Bäumen oder versiegelten Flächen verlegt – Wärmeentzug reicht nicht aus.

Kosten

Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe kostet inklusive Erdarbeiten 20.000–35.000 €: Gerät 10.000–15.000 €, Erdsonden 5.000–12.000 €, Erdkollektoren 3.000–8.000 €. BEG-Förderung senkt die Kosten um 30–70 %.

Häufige Fragen

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