Technik & Energie

Was ist die Heizlast?

Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am

Definition

Die Heizlast (in kW) gibt an, wie viel Wärmeleistung ein Gebäude oder ein einzelner Raum bei der tiefsten Außentemperatur benötigt, um die Solltemperatur zu halten.

Einfache Erklärung

Die Heizlast wird nach DIN EN 12831 berechnet und berücksichtigt Transmissionswärmeverluste (durch Wände, Fenster, Dach), Lüftungswärmeverluste und den Standort des Gebäudes (Klimazone). Ein modernes KfW-55-Haus hat eine Heizlast von ca. 4–7 kW, ein unsanierter Altbau kann 15–25 kW benötigen. Die Heizlast bestimmt die Dimensionierung des Wärmeerzeugers – eine zu große Wärmepumpe taktet häufig und verschleißt schneller, eine zu kleine schafft es an kalten Tagen nicht.

Beispiel aus der Praxis

Der Energieberater berechnet für das geplante Einfamilienhaus (150 m², KfW 55) eine Norm-Heizlast von 6,2 kW. Auf dieser Basis wählt der Heizungsbauer eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit 7 kW Nennleistung – groß genug für kalte Tage, aber nicht überdimensioniert.

Typische Fehler

Häufige Fehler: Heizlast wird geschätzt statt berechnet – Wärmepumpe wird oft zu groß dimensioniert. Interne Wärmegewinne (Personen, Geräte, Sonneneinstrahlung) werden nicht berücksichtigt. Heizlastberechnung nicht raumweise durchgeführt, sodass der hydraulische Abgleich nicht möglich ist.

Häufige Fragen

Bau-Lex Wochenbrief

Wissen, was beim Bauen zählt

Ausgewählte Einordnungen, Ratgeber und Werkzeuge einmal pro Woche im Bau-Lex Wochenbrief.

Anmeldung mit Bestätigungs-E-Mail. Jederzeit abmeldbar. Hinweise in der Datenschutzerklärung.