Was ist ein Fundament?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Das Fundament ist der unterste tragende Teil eines Gebäudes. Es leitet alle Lasten sicher in den Baugrund ab und sorgt für die Standsicherheit des gesamten Hauses.
Einfache Erklärung
Fundamente werden aus bewehrtem oder unbewehrtem Beton hergestellt und müssen frostsicher gegründet werden. Die drei wichtigsten Fundamentarten im Hausbau sind: Streifenfundament (linienförmig unter tragenden Wänden), Einzelfundament (punktförmig unter Stützen) und Bodenplatte (flächig unter dem gesamten Gebäude). Die Wahl hängt von der Bodenbeschaffenheit, dem Gebäudetyp und der Kostenplanung ab. Ein Baugrundgutachten liefert die Grundlage für die Fundamentplanung.
Beispiel aus der Praxis
Beim Neubau eines Einfamilienhauses zeigt das Baugrundgutachten tragfähigen Boden in 1,20 m Tiefe. Der Statiker plant Streifenfundamente unter allen tragenden Wänden mit 40 cm Breite und 80 cm Tiefe. An der Stelle der späteren Terrassenüberdachung werden zusätzlich Einzelfundamente gesetzt.
Typische Fehler
Häufige Fehler: Fundament ohne vorheriges Baugrundgutachten geplant. Nicht frostfrei gegründet (zu flach). Bewehrung falsch positioniert oder zu geringe Betondeckung. Fundamentabmessungen nicht vom Statiker berechnet, sondern geschätzt.
Kosten
Streifenfundament: 120–200 €/lfm. Einzelfundament: 200–500 € pro Stück. Bodenplatte: 150–250 €/m². Ein Baugrundgutachten kostet zusätzlich 1.000–3.000 €.
Häufige Fragen
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