Was ist eine Frostschürze?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Aktualisiert am
Definition
Eine Frostschürze ist ein umlaufender, ausreichend tief gegründeter Randbereich an der Bodenplatte. Sie schützt die Gründung vor Frosthebung durch gefrierendes Bodenwasser.
Einfache Erklärung
Wenn Wasser im Boden gefriert, dehnt es sich aus und kann eine Gründung anheben. Eine Frostschürze führt den Rand der Bodenplatte bis in eine für den Standort frostfreie Tiefe. Rund 80 cm werden häufig als Orientierungswert genannt; maßgeblich sind jedoch Klima, Höhenlage, Boden, Wasserverhältnisse und die konkrete Planung. Alternativ kann der Frostschutz je nach Nachweis auch konstruktiv oder durch Dämmung hergestellt werden.
Beispiel aus der Praxis
Bei einem Bungalow mit Bodenplatte auf ebenem Gelände wird eine umlaufende Frostschürze mit 30 cm Breite und 80 cm Tiefe geplant. Sie wird zusammen mit der Bodenplatte geschalt, bewehrt und in einem Guss betoniert. Die Außenseite wird mit Perimeterdämmung versehen.
Typische Fehler
Häufige Fehler sind eine pauschal angenommene Tiefe ohne Standortprüfung, eine fehlerhafte Verbindung mit der Bodenplatte, ungeeigneter oder wasserempfindlicher Boden und nicht abgestimmte Dämmdetails bei Anbauten oder Garagen.
Kosten
Ca. 80–150 €/lfm zusätzlich zu den Bodenplattenkosten. Bei einem Einfamilienhaus mit 45 lfm Umfang: 3.600–6.750 €.
Häufige Fragen
Quellen und redaktioneller Stand
Quellenstand redaktionell abgeglichen am .
- DIN 1054:2021-04 – Sicherheitsnachweise im Erd- und Grundbau – Normeninformation bei DIN Media
- DIN EN ISO 13793 – Bemessung von Gebäudegründungen gegen Frosthebung – Normeninformation bei DIN Media
Die Angaben dienen der fachlichen Orientierung und ersetzen keine individuelle Rechts-, Planungs- oder Statikberatung.
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