Was ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe entzieht der Außenluft Wärme und überträgt sie über einen Kältemittelkreislauf auf das Heizwasser.
Einfache Erklärung
Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist die meistverkaufte Wärmepumpenart in Deutschland (ca. 85 % Marktanteil). Sie benötigt keine Erdbohrung oder Erdkollektoren und ist daher günstiger und einfacher zu installieren als Sole-Wasser-Wärmepumpen. Die Effizienz sinkt jedoch bei tiefen Außentemperaturen: Bei -10 °C erreicht sie eine COP von 2,5–3,0, bei +7 °C von 4,0–5,0. Die Jahresarbeitszahl liegt typisch bei 3,0–4,0. Die Außeneinheit erzeugt Schallpegel von 40–55 dB(A), weshalb der Aufstellort sorgfältig geplant werden muss.
Beispiel aus der Praxis
Familie Peters entscheidet sich für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit 9 kW. Die Außeneinheit wird auf dem Grundstück mit 3 m Abstand zur Grundstücksgrenze aufgestellt. Mit Fußbodenheizung (35 °C Vorlauf) erreicht die Anlage eine Jahresarbeitszahl von 3,8 – aus 1 kWh Strom werden 3,8 kWh Wärme.
Typische Fehler
Häufige Fehler: Außeneinheit zu nah am Nachbargrundstück aufgestellt – Lärmbelästigung und Rechtsstreit. Wärmepumpe ohne Heizlastberechnung überdimensioniert. Vorlauftemperatur zu hoch eingestellt (über 50 °C), wodurch die Effizienz massiv sinkt.
Kosten
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet inklusive Montage 15.000–25.000 €. Monoblock-Geräte sind tendenziell günstiger (13.000–20.000 €) als Split-Geräte (16.000–25.000 €). Abzüglich BEG-Förderung (30–70 %) sinken die Kosten auf 5.000–17.000 €.
Häufige Fragen
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