Baustoffe

Was ist eine Klinkerfassade?

Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am

Definition

Eine Klinkerfassade ist eine Fassadenverkleidung aus hartgebrannten Tonziegeln (Klinkern), die als zweischalige Wand vor das tragende Mauerwerk gemauert wird.

Einfache Erklärung

Die Klinkerfassade besteht aus einer Vormauerschale aus Klinkern, die mit Luftschicht und Wärmedämmung vor das tragende Hintermauerwerk gesetzt wird (zweischaliges Mauerwerk). Klinker sind bei über 1.200°C gebrannte Ziegel mit sehr geringer Wasseraufnahme (< 6%). Klinkerfassaden sind extrem langlebig (über 100 Jahre), wartungsfrei und witterungsbeständig. Sie sind besonders in Norddeutschland traditionell verbreitet.

Beispiel aus der Praxis

Ein EFH in Hamburg erhält eine Klinkerfassade: 11,5 cm Klinker-Vormauerschale, 4 cm Luftschicht, 16 cm Mineralwolle-Dämmung, 17,5 cm KS-Hintermauerwerk. Gesamtwandstärke: 49 cm. U-Wert: 0,19 W/(m²K). Die Fassade ist nach dem Bau wartungsfrei.

Typische Fehler

Entwässerungsöffnungen in der Vormauerschale vergessen. Ohne offene Stoßfugen im Sockelbereich kann sich Wasser hinter der Klinkerschale stauen.

Kosten

Klinkerfassade: 120–200 €/m² (Material + Verarbeitung). Gesamtmehrkosten gegenüber Putzfassade: ca. 15.000–30.000 Euro bei einem EFH.

Häufige Fragen

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