Was ist Mauerwerk?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Mauerwerk ist ein Baustoff aus künstlichen oder natürlichen Steinen, die mit Mörtel zu tragenden oder nichttragenden Wänden verbunden werden. Es ist die häufigste Bauweise im deutschen Wohnungsbau.
Einfache Erklärung
Im Hausbau werden verschiedene Mauersteine verwendet: Ziegel (gebrannter Ton, gute Wärmedämmung), Kalksandstein (Sand+Kalk, hoher Schallschutz), Porenbeton (leicht, gut dämmend) und Leichtbeton. Die Steine werden in Mörtel (Dünnbettmörtel oder Normalmörtel) versetzt. Wichtig ist der korrekte Mauerwerksverband: Die Stoßfugen übereinanderliegender Schichten müssen versetzt sein (mindestens 4,5 cm Überstand). Mauerwerk muss fachgerecht mit Ringanker, Stürzen und korrekter Auflagerung der Decken ergänzt werden.
Beispiel aus der Praxis
Für ein Einfamilienhaus werden die Außenwände aus 17,5 cm Kalksandstein (KS-R Plansteine) im Dünnbettverfahren gemauert. Die erste Steinreihe wird in Normalmörtel auf die Bodenplatte gesetzt und sorgfältig ausgerichtet. Alle weiteren Reihen werden mit 1 mm Dünnbettmörtel im Läuferverband mit 12,5 cm Überstand gemauert.
Typische Fehler
Häufige Fehler: Erste Steinreihe nicht sauber ausgerichtet – Fehler potenzieren sich nach oben. Stoßfugen nicht ausreichend versetzt. Mauerwerk bei Frost oder Regen gemauert. Fehlende Abdichtung zwischen Bodenplatte und erster Steinreihe (Horizontalsperre).
Kosten
Mauerwerk inkl. Material und Verarbeitung: Kalksandstein 60–90 €/m², Porenbeton 50–80 €/m², Ziegel 70–100 €/m² (jeweils für 17,5 cm Wandstärke).
Häufige Fragen
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