Was ist Mörtel?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Mörtel ist ein Baustoffgemisch aus Bindemittel (Zement, Kalk), Zuschlag (Sand) und Wasser. Er verbindet Mauersteine, gleicht Unebenheiten aus und trägt zur Lastabtragung bei.
Einfache Erklärung
Im Hausbau gibt es verschiedene Mörtelarten: Normalmörtel (12 mm Fugendicke, für Normalsteine), Dünnbettmörtel (1 mm, für Plansteine), Leichtmörtel (wärmedämmend, für monolithisches Mauerwerk) und Klebemörtel (für WDVS). Die Mörtelgruppe (MG I bis MG III) gibt die Druckfestigkeit an. Beim Mauern muss der richtige Mörtel zum Steintyp passen – Herstellerempfehlungen beachten. Falsche Mörtelwahl kann die Tragfähigkeit beeinträchtigen.
Beispiel aus der Praxis
Beim Mauern einer Kalksandstein-Wand aus Plansteinen wird werkseitig vorgemischter Dünnbettmörtel mit einer Mörtelschlitten (Zahnung 1 mm) aufgetragen. Der Verbrauch liegt bei ca. 5 kg/m² Wandfläche. Die erste Steinreihe wird mit Normalmörtel (10 mm) auf die Bodenplatte gesetzt, um Höhenunterschiede auszugleichen.
Typische Fehler
Häufige Fehler: Falschen Mörteltyp verwendet (z. B. Normalmörtel statt Dünnbettmörtel bei Plansteinen). Mörtel bei Frost verarbeitet. Zu viel Wasser zugegeben – Festigkeit sinkt. Lagerfugen nicht vollständig gefüllt.
Kosten
Normalmörtel: 3–5 €/25 kg-Sack. Dünnbettmörtel: 5–8 €/25 kg-Sack. Verbrauch Dünnbettmörtel: ca. 5 kg/m² Wandfläche.
Häufige Fragen
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