Rohbau & Innenausbau

Was ist ein Putzträger?

Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am

Definition

Ein Putzträger ist ein Untergrund oder Hilfsmittel, auf dem Putz aufgebracht wird. Er verbessert die Haftung des Putzes und verhindert Rissbildung an kritischen Stellen wie Materialübergängen.

Einfache Erklärung

Putzträger kommen zum Einsatz, wenn der Untergrund keinen direkten Putzauftrag erlaubt oder Risse drohen: an Materialübergängen (Beton zu Mauerwerk), auf Holz- oder Metallflächen, bei WDVS-Systemen (Armierungsgewebe). Typen: Putzträgermatten aus Streckmetall, Armierungsgewebe (Glasfaser), Schilfrohrmatten und Rabitzgewebe. Das Armierungsgewebe im WDVS-Bereich wird in den Armierungsmörtel eingebettet und verhindert Risse in der Putzschicht.

Beispiel aus der Praxis

Am Übergang zwischen Betondecke und Porenbetonwand wird ein 30 cm breiter Streifen Armierungsgewebe in den Unterputz eingelegt, um Rissbildung durch unterschiedliches Dehnverhalten zu vermeiden. Beim WDVS wird vollflächig ein alkalibeständiges Glasfasergewebe in die Armierungsschicht eingebettet.

Typische Fehler

Häufige Fehler: Armierungsgewebe fehlt an Materialübergängen. Gewebe nicht im Mörtel eingebettet, sondern nur aufgelegt. Überlappungen zu gering (mindestens 10 cm). Gewebe nicht alkalibeständig (zersetzt sich im Mörtel).

Häufige Fragen

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