Was ist ein Passivhaus?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Ein Passivhaus ist ein Gebäude mit extrem niedrigem Energiebedarf (≤ 15 kWh/m²a Heizwärmebedarf), das nahezu ohne aktive Heizung auskommt.
Einfache Erklärung
Das Passivhaus-Konzept basiert auf: hervorragender Dämmung (U-Werte < 0,15), extremer Luftdichtheit (n50 ≤ 0,6/h), Dreifachverglasung, Lüftungsanlage mit ≥ 75% Wärmerückgewinnung und passiver Sonnenenergienutzung (Südorientierung). Die Restwärme wird über die Lüftungsanlage zugeführt.
Beispiel aus der Praxis
Ein Passivhaus in Stuttgart: Heizwärmebedarf 13 kWh/(m²a). Im Winter wird die benötigte Restwärme über ein kleines Nachheizregister in der Lüftungsanlage bereitgestellt. Heizkosten: ca. 150 Euro/Jahr.
Typische Fehler
Passivhaus ohne Lüftungsanlage planen. Die Lüftungsanlage ist essenzieller Bestandteil des Passivhaus-Konzepts.
Kosten
Mehrkosten gegenüber GEG-Standard: ca. 10–20%. Amortisation durch eingesparte Heizkosten in 15–25 Jahren.
Häufige Fragen
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