Was ist Wärmerückgewinnung?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Wärmerückgewinnung (WRG) ist ein Verfahren, bei dem die Wärme aus der verbrauchten Abluft über einen Wärmetauscher auf die frische Zuluft übertragen wird.
Einfache Erklärung
In einer Lüftungsanlage mit WRG kreuzen sich Zuluft und Abluft im Wärmetauscher, ohne sich zu vermischen. Die warme Abluft (z. B. 21 °C) gibt ihre Wärme an die kalte Außenluft (z. B. 0 °C) ab. Bei einem Wirkungsgrad von 90 % wird die Zuluft auf ca. 19 °C vorgewärmt. Das spart erheblich Heizenergie – bis zu 30–40 % der gesamten Heizkosten. Im Sommer kann ein Sommerbypass den Wärmetauscher umgehen, damit die kühle Nachtluft ungehindert einströmt.
Beispiel aus der Praxis
An einem Wintertag mit -5 °C Außentemperatur und 22 °C Raumtemperatur wärmt der Kreuzstrom-Wärmetauscher (90 % Wirkungsgrad) die Zuluft auf ca. 19 °C vor. Die Nachheizung muss nur noch 3 °C leisten. Ohne WRG müsste die Luft um 27 °C erwärmt werden.
Typische Fehler
Häufige Fehler: WRG-Wirkungsgrad nur unter optimalen Bedingungen erreicht – bei Frostschutz-Schaltung sinkt er. Keinen Sommerbypass eingebaut – im Sommer wird die Zuluft unnötig aufgewärmt. Wärmetauscher nicht gereinigt – Verschmutzung reduziert Wirkungsgrad.
Häufige Fragen
Bau-Lex Wochenbrief
Wissen, was beim Bauen zählt
Ausgewählte Einordnungen, Ratgeber und Werkzeuge einmal pro Woche im Bau-Lex Wochenbrief.
Anmeldung mit Bestätigungs-E-Mail. Jederzeit abmeldbar. Hinweise in der Datenschutzerklärung.