Ratgeber

Photovoltaik im Hausbau: Solarstrom für Ihr Eigenheim

Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am

Eine Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach macht Sie zum Stromproduzenten. Sie senkt die Energiekosten, steigert den Wert Ihrer Immobilie und ist gut fürs Klima. Erfahren Sie alles über Planung, Kosten und Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage für Ihren Neubau.

Wie funktioniert Photovoltaik?

Solarzellen wandeln Sonnenlicht direkt in Gleichstrom um. Ein Wechselrichter wandelt diesen in Wechselstrom für den Haushalt. Überschüssiger Strom wird ins Netz eingespeist (Vergütung nach EEG) oder in einem Batteriespeicher gespeichert. Eine 10-kWp-Anlage erzeugt in Deutschland ca. 9.000–11.000 kWh pro Jahr.

Planung der PV-Anlage

Die ideale Ausrichtung ist Süd mit 30° Dachneigung. Ost-West-Anlagen erzeugen ca. 15–20 % weniger, verteilen die Produktion aber gleichmäßiger über den Tag. Verschattung durch Bäume, Nachbargebäude oder Schornsteine muss vermieden werden. Planen Sie die PV-Anlage bereits beim Hausentwurf mit ein – so können Dachfläche und Elektrik optimal ausgelegt werden.

Kosten und Wirtschaftlichkeit

Eine schlüsselfertige PV-Anlage kostet 2025 ca. 1.200–1.600 €/kWp. Eine 10-kWp-Anlage: 12.000–16.000 €. Ein Batteriespeicher (10 kWh): 5.000–10.000 €. Die Einspeisevergütung beträgt ca. 8 Cent/kWh. Bei 30 % Eigenverbrauch und 30 Cent/kWh Strompreis spart eine 10-kWp-Anlage ca. 1.200–1.800 €/Jahr. Amortisation: 8–12 Jahre.

Batteriespeicher: Sinnvoll oder nicht?

Ein Batteriespeicher erhöht den Eigenverbrauch von ca. 30 % auf 60–70 %. Bei einem 10-kWh-Speicher für 6.000–8.000 € verbessert sich die jährliche Ersparnis um 400–800 €. Die Wirtschaftlichkeit ist knapp, verbessert sich aber mit steigenden Strompreisen. Im Neubau empfiehlt sich die Vorbereitung für einen späteren Nachrüstung.

PV-Anlage und Wärmepumpe kombinieren

Die Kombination aus PV-Anlage und Wärmepumpe ist ideal: Der selbst erzeugte Solarstrom treibt die Wärmepumpe an und senkt die Heizkosten weiter. Mit einem Wärmepumpentarif zahlen Sie für Netzstrom oft nur 20–25 Cent/kWh. Im Sommer läuft die Wärmepumpe für Warmwasser fast ausschließlich mit Solarstrom.

Steuerliche Vorteile und Förderung

Seit 2023 sind PV-Anlagen bis 30 kWp von der Einkommensteuer befreit. Auch die Mehrwertsteuer auf Kauf und Installation entfällt (0 % MwSt.). Die EEG-Einspeisevergütung wird 20 Jahre lang garantiert. Einige Bundesländer und Kommunen bieten zusätzliche Förderungen für Batteriespeicher.

Kostenübersicht

PV-Anlage 10 kWp: 12.000–16.000 €. Batteriespeicher 10 kWh: 5.000–10.000 €. Jährliche Ersparnis: 1.200–2.500 €. Amortisation: 8–12 Jahre. Lebensdauer: 25–30 Jahre.

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