Was ist ein Wechselrichter?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Ein Wechselrichter wandelt den von PV-Modulen erzeugten Gleichstrom (DC) in netzkonformen Wechselstrom (AC) um und steuert die Einspeisung.
Einfache Erklärung
Der Wechselrichter ist das Herzstück jeder PV-Anlage. Er wandelt nicht nur den Strom um, sondern optimiert auch die Leistung der Module über MPP-Tracking (Maximum Power Point). Es gibt verschiedene Typen: Stringwechselrichter (ein Gerät für mehrere Module in Reihe), Hybridwechselrichter (mit integrierter Speicherfunktion) und Mikrowechselrichter (ein kleiner Wechselrichter pro Modul). Hybridwechselrichter können zusätzlich den Batteriespeicher steuern und bei Stromausfall eine Notstromversorgung ermöglichen.
Beispiel aus der Praxis
Für die 10-kWp-Anlage der Familie Zimmermann wird ein Hybridwechselrichter mit 10 kW Leistung und integriertem Batteriemanagement installiert. Er steuert sowohl die PV-Einspeisung als auch die Ladung des 10-kWh-Speichers und ermöglicht Notstrom bei Netzausfall.
Typische Fehler
Häufige Fehler: Wechselrichter unterdimensioniert – bei Volllast wird die PV-Leistung abgeregelt. An schlecht belüftetem Ort montiert – Überhitzung reduziert die Leistung. Kein Hybridwechselrichter gewählt, obwohl ein Speicher geplant ist – teurer Nachrüstung.
Kosten
Stringwechselrichter: 1.000–2.500 € (5–10 kW). Hybridwechselrichter: 2.000–4.000 €. Mikrowechselrichter: 150–300 € pro Stück (ein pro Modul).
Häufige Fragen
Bau-Lex Wochenbrief
Wissen, was beim Bauen zählt
Ausgewählte Einordnungen, Ratgeber und Werkzeuge einmal pro Woche im Bau-Lex Wochenbrief.
Anmeldung mit Bestätigungs-E-Mail. Jederzeit abmeldbar. Hinweise in der Datenschutzerklärung.