Was ist eine Wallbox?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Eine Wallbox ist eine fest installierte Ladestation für Elektrofahrzeuge, die an der Hauswand oder in der Garage montiert wird und deutlich schneller lädt als eine Haushaltssteckdose.
Einfache Erklärung
Eine Wallbox lädt mit 11 kW (3-phasig, 16 A) oder 22 kW (3-phasig, 32 A) und ist damit 5–10-mal schneller als eine Haushaltssteckdose (2,3 kW). Für eine 11-kW-Wallbox genügt eine Anmeldung beim Netzbetreiber, ab 22 kW ist eine Genehmigung nötig. Moderne Wallboxen können mit einer PV-Anlage gekoppelt werden und das E-Auto bevorzugt mit Solarstrom laden (PV-Überschussladen). Ein Lastmanagement verhindert die Überlastung des Hausanschlusses.
Beispiel aus der Praxis
Familie Weber installiert eine 11-kW-Wallbox in der Garage. Sie ist mit dem Hybridwechselrichter der PV-Anlage gekoppelt und lädt das E-Auto bevorzugt mit Solarstrom. Mit Lastmanagement wird sichergestellt, dass Wärmepumpe, Herd und Wallbox nicht gleichzeitig die volle Leistung ziehen.
Typische Fehler
Häufige Fehler: Kein separater Stromkreis mit FI Typ B oder EV – Pflicht für Wallboxen. Zuleitung zu dünn dimensioniert (mindestens 5×2,5 mm² für 11 kW). Wallbox nicht beim Netzbetreiber angemeldet – bei 22 kW droht Abschaltung. Kein Lastmanagement bei knappem Hausanschluss.
Kosten
Eine 11-kW-Wallbox kostet 500–1.500 € für das Gerät. Installation inklusive Elektrik: 500–2.000 €. Gesamtkosten: 1.000–3.000 €. Premium-Modelle mit PV-Integration und RFID kosten bis 2.500 €.
Häufige Fragen
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