Was ist ein PV-Speicher?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Ein PV-Speicher (Batteriespeicher) speichert den tagsüber von der Photovoltaikanlage erzeugten Strom für den Eigenverbrauch am Abend und in der Nacht.
Einfache Erklärung
Ohne Speicher wird überschüssiger PV-Strom ins Netz eingespeist (Vergütung ca. 8 ct/kWh). Mit Speicher kann der Eigenverbrauchsanteil von ca. 30 % auf 60–80 % gesteigert werden. Die optimale Speichergröße beträgt ca. 1–1,5 kWh pro kWp Anlagenleistung. Für eine 10-kWp-Anlage also 10–15 kWh. Lithium-Eisenphosphat-Akkus (LFP) sind der aktuelle Standard mit 6.000–10.000 Ladezyklen und 10–15 Jahren Lebensdauer.
Beispiel aus der Praxis
Familie Huber installiert zu ihrer 10-kWp-PV-Anlage einen 10-kWh-Batteriespeicher. Tagsüber lädt die PV-Anlage den Speicher, abends versorgt er Beleuchtung, Wärmepumpe und E-Auto-Vorladung. Der Eigenverbrauchsanteil steigt von 28 % auf 72 %.
Typische Fehler
Häufige Fehler: Speicher überdimensioniert – ein 20-kWh-Speicher bei einer 5-kWp-Anlage wird nie voll geladen. Speicher im ungedämmten Keller – Effizienz sinkt bei Temperaturen unter 10 °C. Billigprodukte ohne CE-Kennzeichnung – Brandgefahr.
Kosten
PV-Speicher kosten ca. 500–900 € pro kWh Speicherkapazität. Ein 10-kWh-Speicher also 5.000–9.000 € inklusive Installation. Die Preise sind in den letzten Jahren deutlich gefallen.
Häufige Fragen
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