Was ist ein Zuluftventil?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Ein Zuluftventil ist der Luftauslass in Wohn- und Schlafräumen, über den die gefilterte Frischluft aus der Lüftungsanlage zugfrei in den Raum eingebracht wird.
Einfache Erklärung
Zuluftventile werden an der Decke oder im oberen Wandbereich montiert und verteilen die einströmende Luft gleichmäßig im Raum – idealerweise als Coanda-Effekt entlang der Decke, damit keine Zugluft entsteht. Sie sind einstellbar, um die Luftmenge pro Raum zu regulieren. Es gibt Tellerventile (rund, für Decke), Schlitzauslässe (lang, für Wand/Decke) und Bodenauslässe (selten). Die Einstellung erfolgt beim Einregulieren der Lüftungsanlage.
Beispiel aus der Praxis
Im Schlafzimmer wird ein Tellerventil (Ø 125 mm) an der Decke montiert, 1,5 m vom Bett entfernt. Die Zuluftmenge wird auf 50 m³/h eingestellt. Durch den Coanda-Effekt strömt die Luft entlang der Decke und sinkt langsam ab – keine spürbare Zugluft.
Typische Fehler
Häufige Fehler: Zuluftventil direkt über dem Bett oder Arbeitsplatz – Zugluft. Ventil nicht einreguliert – zu viel oder zu wenig Luft. Ventil nachträglich zugeklebt oder verstellt – Lüftungsbalance gestört.
Häufige Fragen
Bau-Lex Wochenbrief
Wissen, was beim Bauen zählt
Ausgewählte Einordnungen, Ratgeber und Werkzeuge einmal pro Woche im Bau-Lex Wochenbrief.
Anmeldung mit Bestätigungs-E-Mail. Jederzeit abmeldbar. Hinweise in der Datenschutzerklärung.