Technik & Energie

Was ist ein Lüftungsgerät?

Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am

Definition

Ein Lüftungsgerät ist die zentrale Komponente einer kontrollierten Wohnraumlüftung, die verbrauchte Luft absaugt, frische Luft zuführt und dabei über einen Wärmetauscher bis zu 90 % der Wärme zurückgewinnt.

Einfache Erklärung

Es gibt zentrale Lüftungsgeräte (ein Gerät im Technikraum versorgt über Kanäle das ganze Haus) und dezentrale Geräte (einzelne Geräte in jedem Raum). Zentrale Geräte sind effizienter und leiser, aber teurer und aufwändiger zu installieren. Dezentrale Geräte sind günstiger und einfacher nachzurüsten. In energieeffizienten Neubauten (KfW 40/55) ist eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung quasi Standard, weil die luftdichte Gebäudehülle einen kontrollierten Luftaustausch erfordert.

Beispiel aus der Praxis

Im KfW-40-Neubau der Familie Jansen wird ein zentrales Lüftungsgerät mit 93 % Wärmerückgewinnung im Technikraum installiert. Über isolierte Kanäle in der abgehängten Decke werden alle Räume mit frischer, vorgewärmter Luft versorgt. Die Abluft wird aus Küche, Bad und WC abgesaugt.

Typische Fehler

Häufige Fehler: Lüftungskanäle zu eng dimensioniert – erhöhte Strömungsgeräusche. Filter nicht regelmäßig gewechselt (alle 3–6 Monate). Kanäle nicht isoliert – Wärmeverluste. Gerät ohne Sommerbypass – unnötige Aufheizung im Sommer.

Kosten

Zentrale Lüftung mit WRG: 6.000–12.000 € inklusive Kanäle und Montage. Dezentrale Lüftung: 500–1.000 € pro Raum, für ein Einfamilienhaus ca. 3.000–8.000 €.

Häufige Fragen

Bau-Lex Wochenbrief

Wissen, was beim Bauen zählt

Ausgewählte Einordnungen, Ratgeber und Werkzeuge einmal pro Woche im Bau-Lex Wochenbrief.

Anmeldung mit Bestätigungs-E-Mail. Jederzeit abmeldbar. Hinweise in der Datenschutzerklärung.