Technik & Energie

Was ist die Luftwechselrate?

Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am

Definition

Die Luftwechselrate gibt an, wie oft das gesamte Raumluftvolumen pro Stunde durch frische Außenluft ersetzt wird (Einheit: 1/h).

Einfache Erklärung

Eine Luftwechselrate von 0,5/h bedeutet: In einer Stunde wird die Hälfte der Raumluft gegen Frischluft ausgetauscht. Für Wohnräume empfiehlt die DIN 1946-6 eine Luftwechselrate von 0,3–0,5/h als Nennlüftung. In einem 150-m²-Haus mit 2,5 m Deckenhöhe (375 m³ Volumen) entspricht das einem Luftvolumenstrom von 115–190 m³/h. Bei Fensterlüftung schwankt die Luftwechselrate stark – bei geschlossenen Fenstern oft unter 0,1/h (zu wenig), bei gekippten Fenstern 1–5/h (zu viel Wärmeverlust).

Beispiel aus der Praxis

Das Lüftungsgerät der Familie Lange ist auf Stufe 2 eingestellt und liefert 150 m³/h. Bei einem Hausvolumen von 350 m³ ergibt sich eine Luftwechselrate von 150/350 = 0,43/h – im idealen Bereich. Die CO₂-Konzentration bleibt unter 1.000 ppm.

Typische Fehler

Häufige Fehler: Lüftungsanlage auf niedrigster Stufe dauerhaft – Luftwechselrate zu gering, Feuchte und CO₂ steigen. Fensterlüftung als Ergänzung vergessen bei abgeschalteter Anlage. Luftwechselrate nicht an Personenzahl angepasst – Gästebesuch erfordert höhere Stufe.

Häufige Fragen

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