Planung

Was ist eine Bauzeichnung?

Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am

Definition

Eine Bauzeichnung ist ein maßstäblicher Plan, der ein Bauvorhaben zeichnerisch darstellt und als zentrale Unterlage für Bauantrag und Bauausführung dient.

Einfache Erklärung

Zu den Bauzeichnungen gehören Grundrisse, Schnitte, Ansichten und Detailzeichnungen. Sie müssen den behördlich geforderten Maßstäben entsprechen und von einer bauvorlageberechtigten Person erstellt und unterschrieben werden. Grundrisse zeigen die Aufteilung der Geschosse, Schnitte den vertikalen Aufbau, Ansichten die Fassaden. Die Zeichnungen müssen mit dem Lageplan und der Baubeschreibung übereinstimmen. Abweichungen zwischen Zeichnung und späterer Ausführung können zu Nachforderungen oder Baumängeln führen.

Beispiel aus der Praxis

Für ein Einfamilienhaus erstellt der Architekt Grundrisse für Erd- und Obergeschoss, einen Längs- und einen Querschnitt sowie Ansichten von vorne, hinten und den Seiten. Alle Zeichnungen sind im Maßstab 1:100 gehalten und bilden zusammen mit Lageplan und Baubeschreibung die Bauvorlagen.

Typische Fehler

Unmaßstäbliche Skizzen als Bauzeichnung einreichen, Maße zwischen Grundriss und Schnitt widersprüchlich angeben oder veraltete Pläne verwenden. Auch fehlende Unterschriften der bauvorlageberechtigten Person führen regelmäßig zu Nachforderungen.

Kosten

Die Kosten für Bauzeichnungen sind Teil des Architekten- oder Ingenieurhonorars. Für ein Einfamilienhaus können die reinen Zeichnungskosten je nach Umfang mehrere tausend Euro betragen.

Häufige Fragen

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