Was ist eine Dachrinne?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Die Dachrinne ist eine Rinne an der Traufe, die das Regenwasser von der Dachfläche sammelt und über Fallrohre ableitet. Sie schützt die Fassade und das Fundament vor Wasserschäden.
Einfache Erklärung
Dachrinnen werden an der Traufe unter der Dacheindeckung an Rinnenhaltern befestigt. Formen: halbrund (Klassiker), kastenförmig (modern). Größen werden als Nennweite (Rinnenschuss-Breite) angegeben: RG 100, RG 125, RG 150 (Nennweite in mm). Die Größe richtet sich nach der Dachfläche. Das Gefälle zum Fallrohr beträgt mindestens 0,5 %. Materialien: Titanzink, Kupfer, Aluminium, Kunststoff oder Edelstahl.
Beispiel aus der Praxis
Für ein Satteldach mit 60 m² Dachfläche pro Seite werden halbrunde Zinkrinnen RG 125 montiert. Die Rinnenhalter werden im Abstand von 60 cm an der Stirnbrettschalung befestigt, mit 0,5 % Gefälle zu den Fallrohren an den Hausecken. Laubschutzgitter werden in die Rinne eingelegt.
Typische Fehler
Häufige Fehler: Dachrinne zu klein für die Dachfläche – läuft bei Starkregen über. Gefälle zu gering – Wasser steht in der Rinne. Rinnenhalter zu weit auseinander – Rinne hängt durch. Rinne nicht an Fallrohr angeschlossen – Wasser tropft an der Fassade.
Kosten
Dachrinne komplett montiert: Zink halbrund 25–40 €/lfm, Kupfer 40–70 €/lfm, Kunststoff 15–25 €/lfm. Für ein Einfamilienhaus: 800–2.500 €.
Häufige Fragen
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