Was ist eine Dampfbremse?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Eine Dampfbremse ist eine Folie oder Beschichtung, die den Durchtritt von Wasserdampf in die Dach- oder Wandkonstruktion begrenzt, aber nicht vollständig verhindert. Sie schützt die Dämmung vor Durchfeuchtung.
Einfache Erklärung
Warme Raumluft enthält Wasserdampf, der durch die Baukonstruktion nach außen diffundieren will. Wenn der Dampf in der Dämmung auf kalte Schichten trifft, kondensiert er – die Dämmung wird nass und verliert ihre Wirkung. Die Dampfbremse wird auf der warmen Seite (raumseitig) der Dämmung eingebaut und bremst den Dampfdurchtritt auf ein unkritisches Maß. Ihr sd-Wert (Dampfdiffusions-Widerstand) liegt zwischen 2 und 100 m. Eine Dampfbremse lässt im Gegensatz zur Dampfsperre eine geringe Rücktrocknung zu.
Beispiel aus der Praxis
Beim Ausbau eines Dachgeschosses wird zwischen den Sparren Mineralwolle-Dämmung eingebracht. Raumseitig wird eine Dampfbremsfolie (sd-Wert 5 m) luftdicht angeschlossen: alle Überlappungen (10 cm) und Anschlüsse an Wände, Fenster und Durchdringungen werden mit Spezialklebeband und -kleber abgedichtet. Darüber kommt die Lattung für die Gipskartonbeplankung.
Typische Fehler
Häufige Fehler: Dampfbremse nicht luftdicht verklebt – Feuchte dringt an den Stößen ein. Falsche Seite eingebaut (muss raumseitig vor der Dämmung liegen). Durchdringungen (Kabel, Rohre) nicht abgedichtet. Dampfbremse beim Innenausbau beschädigt.
Häufige Fragen
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