Baustelle

Was bedeutet Feuchtigkeit im Neubau?

Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am

Definition

Feuchtigkeit im Neubau ist die Restfeuchtigkeit, die durch Baumaßnahmen (Beton, Estrich, Putz) in das Gebäude eingebracht wurde und über Monate entweichen muss.

Einfache Erklärung

Ein Neubau enthält enorme Mengen Baufeuchte: Beton, Estrich und Putz bringen zusammen 5.000-10.000 Liter Wasser in ein Einfamilienhaus ein. Diese Feuchtigkeit muss über Monate kontrolliert abtrocknen – durch Heizen und Lüften. Wird zu früh einzogen oder nicht ausreichend gelüftet, drohen Schimmelbildung und Feuchteschäden. Eine Bautrocknung mit Geräten kann den Prozess beschleunigen.

Beispiel aus der Praxis

Im Neubau der Familie Klein stehen nach dem Einzug im November die Fenster von innen unter Kondenswasser. Der Sachverständige beruhigt: Das ist normale Baufeuchte. Er empfiehlt: 3-mal täglich Stoßlüften, Heizung auf 20 Grad und Bautrockner in besonders feuchten Räumen. Nach 3 Monaten ist das Problem deutlich besser.

Typische Fehler

Zu wenig lüften aus Angst vor Energieverlust. Möbel direkt an Außenwände stellen (Schimmelgefahr). Baufeuchte mit echtem Feuchteschaden verwechseln. Zu früh einziehen, ohne ausreichende Trocknungszeit.

Häufige Fragen

Bau-Lex Wochenbrief

Wissen, was beim Bauen zählt

Ausgewählte Einordnungen, Ratgeber und Werkzeuge einmal pro Woche im Bau-Lex Wochenbrief.

Anmeldung mit Bestätigungs-E-Mail. Jederzeit abmeldbar. Hinweise in der Datenschutzerklärung.