Was ist Estrich?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Estrich ist eine Schicht aus Mörtel oder Fertigmasse, die auf die Rohdecke aufgebracht wird und als ebener Untergrund für den Bodenbelag dient.
Einfache Erklärung
Estrich gleicht Unebenheiten der Rohdecke aus, nimmt die Fußbodenheizung auf und bildet die Basis für Fliesen, Parkett oder Vinyl. Die gängigsten Arten sind Zementestrich (CT), Calciumsulfatestrich (CA, auch Anhydritestrich) und Trockenestrich. Zementestrich ist feuchtigkeitsbeständig und wird in Nassräumen eingesetzt, Anhydritestrich trocknet schneller und eignet sich gut für Fußbodenheizungen. Die Estrichdicke beträgt bei Wohnhäusern typischerweise 45-65 mm über der Heizungsrohr-Oberkante.
Beispiel aus der Praxis
Familie Berger lässt in ihrem Neubau Calciumsulfat-Fließestrich einbauen. Der Estrichleger pumpt die flüssige Masse ein, die sich selbstnivellierend verteilt. Nach 2 Tagen ist der Estrich begehbar, nach 4 Wochen und einem Aufheizprogramm bereit für den Fliesenbelag. Gesamtkosten für 150 m²: ca. 4.500 Euro.
Typische Fehler
Zu früh Belag verlegen, ohne Restfeuchte zu messen. Randdämmstreifen vergessen, was zu Schallbrücken führt. Falsche Estrichart für Nassräume wählen (Anhydritestrich im Bad ohne Abdichtung). Aufheizprotokoll nicht einhalten.
Kosten
Zementestrich: 25-35 Euro/m². Fließestrich (Anhydrit): 28-40 Euro/m². Trockenestrich: 30-45 Euro/m². Jeweils Material und Einbau.
Häufige Fragen
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