Was ist eine Filigrandecke?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Eine Filigrandecke (Elementdecke) ist eine Halbfertigteildecke. Dünne vorgefertigte Betonplatten (5–7 cm) werden auf der Baustelle verlegt und mit Ortbeton aufgefüllt, um eine massive Stahlbetondecke zu bilden.
Einfache Erklärung
Die Filigrandecke kombiniert die Vorteile von Fertigteilen (schnell, eben, weniger Schalung) mit denen von Ortbeton (fugenlose, monolithische Deckenfläche). Die vorgefertigten Elementplatten enthalten bereits die untere Bewehrung und Gitterträger. Auf der Baustelle werden sie per Kran verlegt, die obere Bewehrung wird ergänzt und ca. 15–20 cm Ortbeton aufgebracht. Gesamtdicke: 20–25 cm.
Beispiel aus der Praxis
Für ein zweigeschossiges Einfamilienhaus werden Filigranplatten (6 cm Vorfertigung) mit Kran auf die Erdgeschosswände gelegt. Die Platten werden lückenlos nebeneinander verlegt, die obere Bewehrung (Q-Matten) ausgelegt und 18 cm Ortbeton aufgebracht. Nach 28 Tagen Aushärtung ist die Decke voll belastbar.
Typische Fehler
Häufige Fehler: Zu wenige Unterstützungen (Deckenstützen) während der Betonierphase. Elementplatten nicht sauber aneinander gestoßen. Obere Bewehrung vergessen oder falsch positioniert. Decke vor ausreichender Aushärtung belastet.
Kosten
Filigrandecke komplett: 80–120 €/m² inkl. Ortbeton und Bewehrung. Für 100 m² Deckenfläche: 8.000–12.000 €.
Häufige Fragen
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