Was ist eine Massivdecke?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Eine Massivdecke ist eine Geschossdecke aus Stahlbeton, die komplett auf der Baustelle in Schalung betoniert wird (Ortbeton). Sie bietet maximale Gestaltungsfreiheit bei Grundriss und Deckenöffnungen.
Einfache Erklärung
Bei einer Massivdecke wird zunächst eine vollflächige Schalung aufgebaut (Schaltische oder Schaltafeln auf Stützen). Dann wird die Bewehrung eingelegt (untere und obere Lage) und der Beton eingebracht. Typische Deckenstärke: 18–22 cm. Der Vorteil: keine Fugen, frei wählbare Grundrissformen, einfache Integration von Aussparungen. Der Nachteil: höherer Schalungsaufwand und längere Bauzeit als bei Filigrandecken.
Beispiel aus der Praxis
Ein Architektenhaus mit freiem Grundriss und mehreren Deckenöffnungen erhält eine Ortbeton-Massivdecke. Die Schalung wird aus Schaltafeln auf höhenverstellbaren Deckenstützen aufgebaut. Nach dem Verlegen der Bewehrung (Q-Matten und Stabstahl an den Rändern) wird C25/30-Beton mit der Betonpumpe eingebracht und abgezogen.
Typische Fehler
Häufige Fehler: Schalung nicht ausreichend gestützt – Decke sackt durch. Bewehrung beim Betonieren verschoben. Beton nicht ausreichend verdichtet (Lunker). Schalung zu früh entfernt.
Kosten
Massivdecke komplett: 90–140 €/m² inkl. Schalung, Bewehrung und Beton. Etwas teurer als Filigrandecke durch höheren Schalungsaufwand.
Häufige Fragen
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