Was ist eine Holzbalkendecke?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Eine Holzbalkendecke ist eine Geschossdecke aus tragenden Holzbalken mit Beplankung. Sie wird vor allem im Holzbau und bei Sanierungen eingesetzt und ist leichter als Betondecken.
Einfache Erklärung
Holzbalkendecken bestehen aus parallelen Holzbalken (typisch 12×24 cm bis 16×28 cm), die auf den tragenden Wänden aufliegen. Oben wird eine Beplankung (OSB-Platten oder Holzdielen) befestigt, unten eine Unterdecke. Dazwischen liegt die Dämmung für Schall- und Wärmeschutz. Holzbalkendecken sind leichter als Betondecken und gut für den Holzrahmenbau geeignet. Ihr Nachteil: geringerer Schallschutz ohne zusätzliche Maßnahmen.
Beispiel aus der Praxis
Ein Holzhaus erhält Holzbalkendecken mit 14×26 cm Balken im Abstand von 62,5 cm. Oben werden 22 mm OSB-Platten verschraubt, dazwischen 20 cm Mineralwolle zur Schalldämmung. Unten wird eine abgehängte Gipskartondecke auf Federschienen montiert, um den Trittschall zu verbessern.
Typische Fehler
Häufige Fehler: Zu geringe Balkenhöhe für die Spannweite – Decke federt. Kein Trittschallschutz (Schüttung oder Trittschalldämmung) eingebaut. Holz nicht ausreichend trocken (unter 20 % Feuchte). Keine Federschienen an der Unterdecke – schlechter Schallschutz.
Kosten
Holzbalkendecke komplett: 70–110 €/m² inkl. Balken, Beplankung und Schallschutz. Günstiger als Betondecken, aber mehr Aufwand beim Schallschutz.
Häufige Fragen
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