Was ist das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG)?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Aktualisiert am
Definition
Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) ist das zentrale Bundesgesetz für die energetische Qualität und Wärmeversorgung von Gebäuden.
Einfache Erklärung
Das GModG führt den Regelungsbereich des früher als Gebäudeenergiegesetz bezeichneten Gesetzes fort und wurde 2026 neu gefasst. Es regelt unter anderem den energetischen Gesamtgebäudenachweis für Neubauten, Anforderungen bei bestimmten Änderungen im Bestand, Energieausweise und Anlagentechnik. Die frühere pauschale 65-Prozent-Vorgabe für Heizungen wurde ersetzt. Für neu eingebaute fossile Heizungen im Bestand bestehen jedoch stufenweise Anforderungen an klimaneutrale Brennstoffanteile.
Beispiel aus der Praxis
Bei einem Neubau werden Gebäudehülle und Anlagentechnik im Gesamtgebäudenachweis gemeinsam bewertet. Bei einer späteren Fassadenänderung im Bestand kann zusätzlich Anlage 7 mit bauteilbezogenen Höchstwerten greifen. Förderanforderungen sind davon getrennt zu prüfen.
Typische Fehler
Referenzwerte des Neubaus, Anforderungen bei Bestandsänderungen und Förderbedingungen gleichsetzen. Außerdem sollte eine technisch zulässige Heizung nicht ohne Betrachtung ihrer langfristigen Brennstoff- und Betriebskosten gewählt werden.
Kosten
Kosten für energetische Nachweise hängen von Gebäude, Planungsstand und Förderumfang ab. Angebote sollten Berechnung, Variantenberatung, Wärmebrücken und erforderliche Bestätigungen getrennt ausweisen.
Häufige Fragen
Quellen und redaktioneller Stand
Quellenstand redaktionell abgeglichen am .
Die Angaben dienen der fachlichen Orientierung und ersetzen keine individuelle Rechts-, Planungs- oder Statikberatung.
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