Was ist ein Heizkreisverteiler?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Ein Heizkreisverteiler ist die zentrale Verteilstation, die das Heizwasser vom Wärmeerzeuger auf die einzelnen Heizkreise aufteilt und den Rücklauf sammelt.
Einfache Erklärung
Der Heizkreisverteiler wird meist im Technikraum oder Hauswirtschaftsraum montiert. Er besteht aus einem Vorlauf- und einem Rücklaufbalken mit Absperrventilen und Durchflussmessern für jeden angeschlossenen Heizkreis. Bei Fußbodenheizungen sind zusätzlich Stellantriebe montiert, die von der Einzelraumregelung angesteuert werden. Der Verteiler ermöglicht auch den hydraulischen Abgleich – über die Durchflussbegrenzer wird jeder Heizkreis auf die berechnete Wassermenge eingestellt.
Beispiel aus der Praxis
Im Neubau der Familie Braun wird ein Heizkreisverteiler mit 12 Kreisen im Technikraum installiert: 8 Kreise für die Fußbodenheizung (je 80–100 m² Rohrfläche) und 4 Kreise für Heizkörper in Bad und Flur. Jeder Kreis hat einen eigenen Durchflussmesser für den hydraulischen Abgleich.
Typische Fehler
Häufige Fehler: Heizkreisverteiler an schlecht zugänglicher Stelle montiert – spätere Wartung und Abgleich werden erschwert. Zu wenig Anschlüsse vorgesehen, sodass ein zweiter Verteiler nötig wird. Fehlende Spülvorrichtung, die das Entlüften der Heizkreise bei Inbetriebnahme erschwert.
Kosten
Ein Heizkreisverteiler kostet je nach Ausführung und Anzahl der Kreise zwischen 200 und 800 €. Inklusive Stellantrieben und Montage sind 500–1.500 € realistisch.
Häufige Fragen
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