Technik & Energie

Was ist ein Heizkreis?

Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am

Definition

Ein Heizkreis ist ein geschlossener Rohrleitungskreislauf, durch den erwärmtes Heizwasser vom Wärmeerzeuger zu den Heizflächen und zurück fließt.

Einfache Erklärung

In einem Einfamilienhaus gibt es in der Regel mehrere Heizkreise – zum Beispiel einen für die Fußbodenheizung im Erdgeschoss und einen für Heizkörper im Obergeschoss. Jeder Heizkreis hat eigene Vorlauf- und Rücklaufleitungen, die am Heizkreisverteiler zusammenkommen. Die getrennte Regelung ermöglicht unterschiedliche Vorlauftemperaturen je nach Heizungsart: Fußbodenheizungen arbeiten mit ca. 30–35 °C, Heizkörper mit 50–60 °C. Ein hydraulischer Abgleich stellt sicher, dass jeder Heizkreis die richtige Wassermenge erhält.

Beispiel aus der Praxis

Familie Weber plant ein Einfamilienhaus mit Fußbodenheizung im EG und Heizkörpern im OG. Der Heizungsbauer legt zwei getrennte Heizkreise an: Heizkreis 1 (FBH, 32 °C Vorlauf) und Heizkreis 2 (Heizkörper, 55 °C Vorlauf). Beide werden über einen gemeinsamen Heizkreisverteiler im Technikraum gesteuert.

Typische Fehler

Häufige Fehler: Zu wenige Heizkreise geplant – unterschiedliche Heizflächen mit gleicher Vorlauftemperatur betrieben. Kein hydraulischer Abgleich durchgeführt, wodurch einzelne Räume über- oder unterversorgt werden. Rohrleitungen ohne ausreichende Dämmung im unbeheizten Keller verlegt.

Kosten

Die Kosten für einen zusätzlichen Heizkreis liegen bei ca. 300–800 € inklusive Mischventil und Pumpe. Der Heizkreisverteiler selbst kostet je nach Anzahl der Kreise 200–600 €.

Häufige Fragen

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