Was ist KNX?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
KNX ist ein weltweit standardisiertes Bus-System (ISO/IEC 14543) für die intelligente Gebäudeautomation, das Beleuchtung, Heizung, Rollläden und Sicherheitstechnik über ein gemeinsames Datenkabel vernetzt.
Einfache Erklärung
KNX verwendet eine separate Busleitung (grünes Kabel, 2-Draht), die alle Aktoren (Schaltaktoren, Dimmer, Jalousieaktoren) und Sensoren (Taster, Bewegungsmelder, Wetterstation) verbindet. Im Gegensatz zu funkbasierten Smart-Home-Systemen ist KNX kabelgebunden und daher besonders zuverlässig und störungsfrei. Die Programmierung erfolgt durch einen zertifizierten KNX-Integrator mit der Software ETS. KNX ist herstellerunabhängig – über 500 Hersteller bieten kompatible Produkte an.
Beispiel aus der Praxis
Im Neubau der Familie Schröder steuert KNX: Beleuchtung in allen Räumen (dimmbar), Rollläden (zeitgesteuert und sonnenstandabhängig), Fußbodenheizung (Einzelraumregelung), Präsenzmelder im Flur und Türkommunikation. Die Programmierung kostet 2.500 € und kann jederzeit angepasst werden.
Typische Fehler
Häufige Fehler: KNX-Busleitung im Rohbau vergessen – nachträgliche Verlegung extrem teuer. Zu wenig Aktoren eingeplant – einzelne Lichtkreise lassen sich nicht separat schalten. Programmierung durch unerfahrenen Integrator – System funktioniert nicht zuverlässig.
Kosten
KNX-Installation für ein Einfamilienhaus: 10.000–30.000 €. Davon Material (Aktoren, Sensoren, Taster) ca. 5.000–15.000 €, Programmierung (ETS) ca. 2.000–5.000 €, Verkabelung und Montage ca. 3.000–10.000 €. Alternative: Funkbasierte Systeme ab 2.000–5.000 €.
Häufige Fragen
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