Rohbau & Innenausbau

Was ist ein Fensteranschluss?

Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am

Definition

Der Fensteranschluss ist die Verbindung zwischen Fensterrahmen und Mauerwerk. Eine fachgerechte Ausführung nach RAL-Montage mit drei Dichtebenen ist entscheidend für Wärmeschutz, Luftdichtheit und Schlagregenschutz.

Einfache Erklärung

Die RAL-Montage definiert drei Dichtebenen am Fensteranschluss: außen schlagregendicht und diffusionsoffen (Kompriband oder Folie), mittig wärme- und schalldämmend (Montageschaum oder Dämmband), innen luftdicht und dampfdiffusionsdicht (Folie oder Dichtband). Zusätzlich werden Fensterbankanschlüsse unten und Sturzanschlüsse oben fachgerecht abgedichtet. Der Fenstereinbau hat großen Einfluss auf Wärmebrücken, Luftdichtheit und damit auf die Gesamtenergieeffizienz des Gebäudes.

Beispiel aus der Praxis

Bei einem Neubau werden die Fenster nach RAL-Montage eingebaut: Außen wird ein multifunktionales Dichtband (Kompriband) auf den Blendrahmen geklebt, das sich nach dem Einbau ausdehnt und die Fuge schlagregendicht schließt. In der Mitte wird PU-Schaum als Wärmedämmung eingebracht. Innen wird eine selbstklebende Luftdichtfolie an Rahmen und Mauerwerk angeschlossen.

Typische Fehler

Häufige Fehler: Nur Montageschaum und keine drei Dichtebenen. Kompriband außen fehlt. Innere Luftdichtfolie nicht verklebt oder beschädigt. Fenster nicht in der Dämmebene positioniert (zu weit innen oder außen). Fensterbank ohne Gefälle nach außen.

Kosten

RAL-Montage: Aufpreis ca. 30–50 € pro Fenster gegenüber Standardeinbau. Bei 15 Fenstern: 450–750 € Mehrkosten – die sich durch bessere Energieeffizienz schnell amortisieren.

Häufige Fragen

Bau-Lex Wochenbrief

Wissen, was beim Bauen zählt

Ausgewählte Einordnungen, Ratgeber und Werkzeuge einmal pro Woche im Bau-Lex Wochenbrief.

Anmeldung mit Bestätigungs-E-Mail. Jederzeit abmeldbar. Hinweise in der Datenschutzerklärung.