Was ist ein Netzwerkkabel im Hausbau?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Netzwerkkabel im Hausbau sind strukturierte Datenkabel (meist Cat.7 oder Cat.7a), die jeden Raum mit dem zentralen Netzwerkverteiler verbinden und schnelles, stabiles Internet ermöglichen.
Einfache Erklärung
WLAN allein reicht in modernen Häusern oft nicht aus – dicke Wände, Fußbodenheizung und Smart-Home-Geräte erfordern eine stabile Kabelverbindung. Cat.7-Kabel unterstützen Übertragungsraten bis 10 Gbit/s auf 100 m. Pro Raum sollten mindestens 2 Netzwerkdosen eingeplant werden, im Wohnzimmer und Arbeitszimmer 3–4. Alle Kabel laufen sternförmig zum Netzwerkverteiler (Patchpanel) im Technikraum. Glasfaser (LWL) kann als Ergänzung für sehr lange Strecken oder zukunftssichere Backbone-Verbindungen verlegt werden.
Beispiel aus der Praxis
Im Neubau der Familie Richter werden 24 Cat.7a-Netzwerkkabel sternförmig zum 19-Zoll-Netzwerkschrank im Keller verlegt: 4 Dosen im Wohnzimmer (TV, Konsole, Arbeitsplatz, Reserve), 3 im Arbeitszimmer, 2 pro Kinder- und Schlafzimmer, 2 für WLAN-Access-Points (EG und OG).
Typische Fehler
Häufige Fehler: Nur 1 Netzwerkdose pro Raum – zu wenig für TV, Konsole, Arbeitsplatz. Cat.5e statt Cat.7 verlegt – nicht zukunftssicher. Keine Leerrohre für spätere Nachverkabelung. Kabel nicht in Leerrohren, sondern direkt im Putz verlegt – Austausch unmöglich.
Kosten
Cat.7a-Kabel: ca. 0,80–1,50 €/m. Pro Dose inklusive Verlegung und Anschluss: 50–100 €. Für 24 Dosen mit Patchpanel und Netzwerkschrank: 1.500–3.000 € gesamt.
Häufige Fragen
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