Was ist der Ortgang?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Der Ortgang ist der seitliche Abschluss einer Dachfläche an der Giebelseite. Er schützt die Giebelmauer vor Witterung und wird mit Ortgangziegeln oder Blechen abgedeckt.
Einfache Erklärung
An den Giebelseiten eines Hauses ragt das Dach seitlich über die Wand hinaus – dieser Überstand ist der Ortgang. Er schützt das Mauerwerk vor Schlagregen und gibt dem Dach einen sauberen seitlichen Abschluss. Typische Ausführungen: Ortgangziegel (spezielle Randformsteine), Ortgangblech (Metallverwahrung) oder bündiger Abschluss ohne Überstand. Der Ortgangüberstand beträgt meist 15–30 cm.
Beispiel aus der Praxis
Am Giebel eines Satteldachs wird ein 25 cm breiter Ortgang mit speziellen Ortgangziegeln ausgeführt. Die Ziegel haben eine seitliche Abkantung, die das Regenwasser von der Giebelwand wegleitet. Unter den Ortgangziegeln liegt ein Ortgangbrett, das die Sparrenköpfe verkleidet.
Typische Fehler
Häufige Fehler: Ortgang nicht ausreichend überdeckt – Wasser läuft hinter die Fassade. Ortgangbrett nicht imprägniert – fault. Ortgangziegel nicht fachgerecht befestigt – weht bei Sturm ab.
Häufige Fragen
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