Was ist ein Hauskraftwerk?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Ein Hauskraftwerk ist ein integriertes Energiesystem aus Photovoltaikanlage, Batteriespeicher, Wechselrichter und intelligenter Steuerung, das den Eigenverbrauch maximiert.
Einfache Erklärung
Der Begriff Hauskraftwerk beschreibt die ganzheitliche Vernetzung aller Energiekomponenten im Haus. Eine zentrale Steuereinheit koordiniert PV-Erzeugung, Speicherladung, Wärmepumpe, Wallbox und Hausverbrauch so, dass möglichst viel selbst erzeugter Strom im Haus verbraucht wird. Ziel ist ein Autarkiegrad von 60–80 %. Bei Stromausfall kann ein Hauskraftwerk mit Notstromfunktion das Haus temporär autark versorgen.
Beispiel aus der Praxis
Das Hauskraftwerk der Familie Richter besteht aus: 12-kWp-PV-Anlage, 15-kWh-Batteriespeicher, Hybridwechselrichter, Luft-Wasser-Wärmepumpe und 11-kW-Wallbox. Die Steuerung priorisiert: 1. Hausverbrauch, 2. Speicherladung, 3. Wärmepumpe, 4. Wallbox, 5. Netzeinspeisung. Autarkiegrad: 75 %.
Typische Fehler
Häufige Fehler: Komponenten verschiedener Hersteller, die nicht miteinander kommunizieren können. Speicher und PV-Anlage nicht aufeinander abgestimmt. Autarkiegrad überschätzt – im Winter ist auch mit großer Anlage kaum Autarkie möglich.
Kosten
Ein komplettes Hauskraftwerk kostet 25.000–50.000 € inklusive PV-Anlage, Speicher, Hybridwechselrichter und Installation. Abzüglich Förderung und Einsparungen kann sich das System in 10–15 Jahren amortisieren.
Häufige Fragen
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